Ohr und Kehlkopf

Wenn die Ohren singen und der Kehlkopf zum Empfänger wird.

Daten

Datum: 30. Oktober 2026
Uhrzeit: Freitag, 10:00–17:30 Uhr
Leitung: Nicole Münch (CH)
Sprache: Deutsch
Kosten: CHF 250.00

Der Kehlkopf ist ein Macher, der die Stimme produziert und die Ohren sind passive Empfänger, die bewerten, ob eine Stimme angenehm klingt, laut genug ist oder über die richtige Tonhöhe verfügt. Diese landläufige Annahme lässt ausser Acht, dass physiologisch gesehen unser Ohr durch Nervenreize konstant über körpereigene hörbare Frequenzen informiert wird, wie zum Beispiel über das „Stammhirngeräusch“ (Formatio reticularis). Dieses oft vergessene Phänomen steht im Mittelpunkt dieses Tageskurses.


Kein Ort in unserem Körper ist so geschützt
wie unser Gehörzentrum.


Unser Ohr ist das Sinnesorgan, das als erstes im Mutterleib ausgebildet wird. Kein anderer Ort in unserem Körper ist so geschützt wie unser Gehörzentrum. Das liegt daran, dass sich im Ohr ebenfalls das Gleichgewichtsorgan befindet, ohne das wir uns gar nicht aufrecht bewegen könnten. Jeder Muskel unseres Körpers steht in Verbindung mit dem Gleichgewichtsorgan (Orientierung). Der Resonanzbereich des Mittelohres liegt zwischen 800Hz- 8000Hz. Das Ohr liebt hohe Frequenzen. Es besteht eine enge Beziehung zwischen Ohr, Kehlkopf und Stammhirn (Geräuschhaftigkeit, Systemaufbau). Daraus entsteht eine spannende Frage: Was geschieht mit Stimme und Körper, wenn das Ohr zum ausführenden Organ wird und der Kehlkopf das Bedürfnis des Ohres nach hohen Frequenzen abdeckt? 

In diesem Tageskurs werden die TeilnehmerInnenüber praktische Stimmübungen (Sprech- und Gesangsstimme, je nach Wunsch) und klangorientierte Körperwahrnehmungsübungen der Beziehung von Ohr und Kehlkopf nachgehen. Insbesondere Menschen, die ihre Ohren oder Hörfähigkeit, als problematisch empfinden sind herzlich willkommen. Der Kurs eignet sich auch für Alle, die sich für die Stimme und ihre Auswirkung auf Körper und Psyche interessieren oder für diejenigen, die in einem pädagogischen, therapeutischen so wie künstlerischen Bereich tätig sind. Dieser Zugang, über die eigene Stimme mit dem Körper in Dialog zu treten, beruht auf der „Funktionalen Methode“ des Lichtenberger Instituts für angewandte Stimmphysiologie, Deutschland.

Nicole Münch

Nicole Münch beschäftigt sich seit über 20 Jahren intensiv mit der menschlichen Stimme und deren Beziehung zu Körper und Psyche. Am Anfang aus rein künstlerischen Motiven (Gesang), später auch stark aus therapeutischer Sicht. Die gebürtige Zürcherin absolvierte 1998-2001 eine Ausbildung zur Stimmpädagogin am "Lichtenberger Institut für angewandte Stimmphysiologie" und erhielt von Gisela …

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